Prozessautomatisierung · Microsoft 365
Angebotsprozess von der Anfrage bis zum Follow up automatisiert
Ein zuvor stark E-Mail-basierter Angebotsprozess wurde strukturiert und automatisiert. Eingehende Anfragen werden zentral erfasst, Verantwortlichen zugeordnet, durch definierte Freigaben geführt und automatisch nachverfolgt.
- Bereich
- Vertrieb und Angebotsmanagement
- Technologien
- Microsoft Lists, Power Automate, Teams
- Projektart
- End to End Prozessautomatisierung
Ausgangssituation
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01
In einem Projekt wurden Kundenanfragen und Angebote zu großen Teilen über E-Mail organisiert.
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02
Neue Anfragen landeten in unterschiedlichen Postfächern und mussten manuell weitergeleitet oder in separaten Übersichten erfasst werden.
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03
Dadurch entstanden typische Probleme.
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04
Anfragen konnten liegen bleiben.
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05
Nachfassaktionen waren von einzelnen Mitarbeitern abhängig.
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06
Der aktuelle Status eines Angebots war nicht für alle Beteiligten transparent.
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07
Freigaben, beispielsweise bei größeren Rabatten oder Angebotswerten, mussten individuell abgestimmt werden.
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08
Für Auswertungen musste der Vertriebsstatus aus verschiedenen Quellen zusammengesucht werden.
Ziel
Der gesamte Ablauf von der eingehenden Anfrage bis zum abgeschlossenen Angebot sollte in einen nachvollziehbaren Prozess überführt werden.
Dabei sollte keine umfangreiche neue CRM Plattform eingeführt werden.
Stattdessen sollten vorhandene Microsoft 365 Komponenten genutzt werden, um den Prozess zentral zu steuern.
Ziele waren insbesondere:
- Jede Anfrage zentral erfassen
- Zuständigkeiten eindeutig festlegen
- fehlende Informationen strukturiert nachfordern
- Freigaben automatisch anstoßen
- Angebote zuverlässig nachverfolgen
- offene Vorgänge sichtbar machen
- gewonnene und verlorene Angebote auswerten
Architektur
- 01 E-Mail oder Formular
- 02 Power Automate
- 03 Microsoft Lists als zentrale Vorgangsverwaltung
- 04 Bearbeitung und Qualifizierung
- 05 Freigabe über Microsoft Teams
- 06 Angebotsversand
- 07 automatische Wiedervorlage und Follow up
- 08 Status und Reporting
Microsoft Lists bildete die zentrale Datenbasis für die einzelnen Vorgänge.
Power Automate übernahm die Prozesslogik zwischen Eingang, Bearbeitung, Freigabe und Nachverfolgung.
Microsoft Teams wurde für Freigaben eingesetzt, sodass verantwortliche Personen Entscheidungen direkt im vorhandenen Arbeitsumfeld treffen konnten.
Umsetzung
Zentrale Erfassung
Neue Anfragen wurden automatisch als Vorgang angelegt.
Damit existierte für jede Anfrage ein zentraler Status, unabhängig davon, über welchen Eingangskanal sie eingegangen war.
Automatische Zuordnung
Vorgänge konnten anhand definierter Kriterien dem passenden Bearbeiter zugeordnet werden.
Strukturierte Qualifizierung
Fehlende Angaben konnten über definierte Rückfragen eingeholt und wieder dem bestehenden Vorgang zugeordnet werden.
Angebotsfreigabe
Für bestimmte Bedingungen wurde eine Freigabelogik integriert.
Überschritt beispielsweise ein Rabatt oder Angebotswert einen definierten Grenzwert, wurde automatisch eine Genehmigung angefordert.
Erst nach der Freigabe konnte der Prozess fortgesetzt werden.
Automatisches Follow up
Nach dem Versand eines Angebots wurde automatisch eine Wiedervorlage erzeugt.
Blieb eine Rückmeldung aus, wurden die zuständigen Mitarbeiter erinnert oder ein definierter Follow up Prozess gestartet.
Fehlerbehandlung und Logging
Auch technische Fehlerpfade wurden berücksichtigt.
Fehler innerhalb der Automatisierung konnten protokolliert und an die zuständigen Personen gemeldet werden.
Ergebnis
Der Angebotsprozess wurde von mehreren manuellen Einzelschritten in einen durchgängigen digitalen Ablauf überführt.
Weniger manuelle Verwaltung
Anfragen mussten nicht mehr parallel in E-Mail-Postfächern und zusätzlichen Listen verfolgt werden.
Verbindliche Nachverfolgung
Offene Angebote erhielten automatisch eine Wiedervorlage.
Dadurch war das Nachfassen nicht mehr ausschließlich vom individuellen Arbeitsgedächtnis abhängig.
Klare Freigaben
Definierte Geschäftsregeln wurden direkt in den Prozess integriert.
Freigaben ließen sich dadurch nachvollziehbar und einheitlich durchführen.
Transparente Pipeline
Für jeden Vorgang war ersichtlich, in welchem Status er sich befand und welche Aktion als Nächstes notwendig war.
Vorher und Nachher
Anfragen in unterschiedlichen Postfächern
zentrale Vorgangsverwaltung
manuelle Zuordnung
regelbasierte Zuweisung
Nachfassen über persönliche Erinnerung
automatische Wiedervorlage
Freigaben über einzelne Nachrichten
strukturierter Genehmigungsprozess
Status schwer nachvollziehbar
transparenter Prozessstatus
Reporting aus mehreren Quellen
zentrale Datengrundlage
Warum diese Lösung
- Für den vorhandenen Prozess war keine neue umfangreiche CRM Einführung notwendig.
- Microsoft 365 war bereits Teil der bestehenden Arbeitsumgebung.
- Mit Microsoft Lists, Power Automate und Teams konnten deshalb vorhandene Werkzeuge genutzt und zu einem durchgängigen Prozess verbunden werden.
- Die Lösung konzentrierte sich nicht darauf, möglichst viele Funktionen eines klassischen CRM Systems nachzubauen.
- Ziel war vielmehr, genau die Prozesslücken zu schließen, durch die Anfragen, Freigaben und Follow ups im Alltag unnötig manuell wurden.
Wirtschaftlicher Effekt
Der direkte Effekt entsteht vor allem durch weniger Verwaltungsaufwand und eine zuverlässigere Nachverfolgung von Angeboten.
Bereits einige eingesparte Stunden pro Woche summieren sich über das Jahr zu einem erheblichen Zeitaufwand.
Noch relevanter kann jedoch der vertriebliche Effekt sein.
Wenn durch eine strukturiertere Bearbeitung weniger Anfragen verloren gehen und Angebote konsequenter nachverfolgt werden, kann bereits ein zusätzlich gewonnener Auftrag einen deutlich größeren wirtschaftlichen Effekt erzeugen als die reine Zeitersparnis.
Ausbaupotenzial
KI gestützte Klassifizierung
Eingehende Anfragen können automatisch nach Thema, Dringlichkeit oder Zuständigkeit eingeordnet werden.
Antwortentwürfe
Für wiederkehrende Anfragen können automatisch Antwortvorschläge erzeugt werden.
CRM Integration
Bei steigenden Anforderungen kann der bestehende Prozess mit einem vorhandenen CRM System verbunden werden.
Dokumentenerzeugung
Angebote oder weitere Dokumente können direkt aus den vorhandenen Vorgangsdaten erzeugt werden.
Erweitertes Reporting
Pipeline, Bearbeitungszeiten und Gründe für verlorene Angebote können beispielsweise mit Power BI detaillierter ausgewertet werden.
Ähnlicher Anwendungsfall?
Wenn Kundenanfragen, Angebote und Freigaben heute noch stark über E-Mail und persönliche Wiedervorlagen gesteuert werden, lässt sich häufig bereits mit der vorhandenen Microsoft 365 Umgebung ein deutlich strukturierterer Prozess aufbauen.